Das Durchschnittsalter eines Kraftrades in Deutschland beträgt 18 Jahre. In dieser Zeit müssen die klassischen Verschleißteile wie Reifen, Bremsen und Kette regelmäßig erneuert werden. Aber auch andere Bauteile, die man nur unbewusst benutzt oder nicht als Verschleißteil wahrnimmt, werden belastet und veralten. Viele Kleinigkeiten lassen so das Motorrad alt und abgenutzt wirken. Dabei ist es oft nicht schwer oder teuer, dem entgegenzuwirken. Mit ein paar Tipps und Tricks kann man sein altes Bike auffrischen, um so noch lange Freude daran haben.Bei vielen gebrauchten Motorrädern sind die Griffe abgenutzt und die Hebel und Lenkerenden durch Kontakt mit Boden oder Wänden verkratzt. Genau das sind die Bauteile, die man als Fahrer sieht und berührt. Durch solche Gebrauchsspuren wirkt das Bike schnell alt und abgenutzt. Doch das muss nicht sein! Im Zubehörangebot gibt es eine riesige Auswahl an Griffen, Hebeln und Lenkerenden zum Nachrüsten. Auch Teile in Originalform lassen sich meist günstig nachkaufen und ersetzen. Durch die Erneuerung der Teile am Lenker, die man immer anfasst, entsteht ein deutlich besseres Fahrgefühl. Und das ohne große Arbeit und Ausgaben.

An älteren Motorrädern und Tourern sieht man oft Fußrasten mit Gummioberfläche. Was vor vielen Jahren noch sicheren Halt garantierte und schön aussah, ist nach dauerhaftem Gebrauch oft stark abgenutzt. Glatte oder gerissene Gummioberflächen stören beim Fahren und sehen unschön aus. Sportliche Fahrer kennen sicherlich das Phänomen abgeschliffener Enden an Fußrasten. Auch diese untypischen Verschleißteile lassen sich einfach und kostengünstig ersetzen. Neben verbessertem Halt wird das Bike im gleichen Zug optisch aufgewertet.

Ähnliches gilt für die Berührungsflächen mit dem Tank. Ein Großteil der Motorräder ist mit einem Tankpad zum Schutz vor Kratzern ausgestattet. Auch dieses Teil – meist aus Gummi – steht unter Belastung durch Reibung und Witterungseinflüsse. Ein Tausch kann hier eine wahre Augenweide sein. Wer sein Bike für sicheres und sportliches Fahren optimieren möchte, kann spezielle Pads mit griffiger Oberfläche an die Seiten des Tanks im Kniebereich anbringen. Diese verhindern ein Verkratzen des Lacks und erhöhen den Halt von Fahrer zu Motorrad.

Eine weitere optische und technische Aufwertung ist die Aufrüstung der Beleuchtung. Blinker an alten Bikes sind oft extrem groß und haben eine geringe Helligkeit. Mittlerweile gibt es eine große Produktpalette an LED-Blinkern in den verschiedensten Designs. Diese sehen nicht nur besser aus, sondern haben eine deutlich bessere Sichtbarkeit als die Jahrzehnte alten Originalteile. Auch bei dem Scheinwerfer kann durch den Tausch der Birne die Lichtausbeute und die Optik verbessert werden. Viele Hersteller bieten Leuchtmittel mit größerem Leuchtbereich und verschiedenen Farbnuancen an. Mit der Aufrüstung der Beleuchtung erzielt man nicht nur eine modernere Optik, sondern auch eine erhöhte Sicherheit.

Wichtig bei der Anbringung von Zubehörteilen ist das Vorhandensein einer Genehmigung für den Straßenverkehr sowie die korrekte Anbringung. Diese Tipps sollen lediglich als Inspiration dienen, wie man seinem alten Bike etwas Gutes tun kann. Oft sind es diese Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen und das Fahrzeug wieder deutlich neuwertiger erscheinen lassen.

Bericht: Jochen Semek

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