Am Anfang des Herbstes 2020 begann ich als Spätzünderin mit 31 Jahren im Nordschwarzwald mit dem Motorradführerschein. Anfangs fuhr ich auf einer Honda MSX 125, danach kann die Honda CB500F PC36, ein Teil, mit dem ich überhaupt nicht warm wurde, das aber letztendlich meine Motorradleidenschaft auf der Schwarzwaldhochstraße besiegelte. Ich war im Himmel! Nachdem ich dann auf die gute alte „Erna“, die Kawasaki Er6n, umsteigen durfte, war klar, es wird definitiv eine Kawasaki! Ihr einfaches Handling hatte mich sofort begeistert.

Meine Suche ging erstmal in Richtung z750. Leider hatte ich keine Gelegenheit mich mal drauf zu setzen. Im Nachhinein wäre sie sehr wahrscheinlich für meine kurzen 165 cm etwas zu hoch und schwer gewesen. Mein Fahrlehrer schlug mir dann das Nachfolgemodell der Er6n, die z650, vor und die „Anprobe“ bei meinem Kawasaki-Händler besiegelte mein Glück! Sie passte mir, sie stand mir, ich wollte sie! Hatte ich die grünen Felgen erwähnt?

Zwischen diesem Tag und heute sind 4 Monate ins Land gegangen und ich habe bereits über 3000 km mit meiner Kawa auf die Straße gelegt. Meine Erfahrungen mit der z650 möchte ich gerne mit euch teilen.

Erstmal eine kurze Zusammenfassung der Daten

Kawasaki z650, Baujahr 2021

Hubraum 649ccm

Tank 15l

6 Gänge

790 mm (Standard Sitzbank)

ABS

LED Tagfahrlicht, LED Scheinwerfer, TFT Display

Was macht die z650 so toll? Ich kann trotz weniger langen Beinen mit den Füßen am Boden ankommen. Sie hat eine Standard-Sitzhöhe von 790mm. Als Fahranfängerin bin ich extrem gegen „Das geht schon irgendwie“-Theorien, die Zehenspitzenmuskeln erfordern. Nein, erstmal kein Motorrad-Ballett für mich! Darum habe ich mir ab Werk eine tiefere Sitzbank montieren lassen.

Außerdem ist die z650 mit 190 Kg vollgetankt sehr leicht im Vergleich zu anderen offenen Maschinen. Mit 68 PS bei 649ccm und 6 Gängen, kommt sie auch den 4 – Zylindern gut hinterher. Sie hat auch genug Power, um Schaltfaulheit oder Schaltfehler gutmütig wegzustecken. Womit ich noch kämpfe ist der hohe Schwerpunkt, wobei sich dieser mit etwas (Ballett-) Übung sicherlich besser ausbalancieren lässt. Leider ist sie mir deshalb auch schon einmal umgekippt.

Das allgemeine Handling finde ich als Fliegengewicht super und freue mich schon auf den Tag, an dem ich sie auch alleine in und aus der ansteigenden/abfallenden Garage geschoben bekomme. Beim Fahren ist sie ein Traum! Meine z650 lässt sich problemlos in die Kurven legen und ich bin mir sicher, je mehr Erfahrung ich habe, desto besser werden auch die engeren Kurven gelingen. Komischerweise liegen mir Rechtskurven generell besser, vermutlich liegt das auch an meinem längeren Aufenthalt in Australien.

Ich habe neben der tieferen Sitzbank noch ein paar kleine Änderungen an der Kawasaki durchführen lassen. Unter Anderem wurden zwei original Kawasaki Sturzpads angebracht, was ich auch jedem Fahranfänger ans Herz legen würde. Dazu habe ich noch eine QuadLock-Case plus Halterung am Lenker, damit ich meinen Weg finde.

Mein Fazit: Die Kawasaki z650 ist ideal für Fahranfänger, die offen fahren und sich den ganzen Spaß so leicht wie möglich machen wollen. Vor allem den kurzbeinigen Frauen kann ich sie nur empfehlen. Rundum ein klasse Einsteigermotorrad. Nach viel Schwarzwaldhochstraße und Murgtal ist nun im Frühjahr mein nächster Halt die Nordschleife.

Lieben Dank für Rat, Tat, Unterstützung, gutes Zureden, Zuhören, Fachsimplen, etc. gilt hier ganz besonders:- Fahrschule Christian Peter, Gernsbach/Weisenbach- Zeller Motorshop, Kawasaki Vertragshändler in Sinzheim b. Baden-Baden

– Motoallround Motorradausstatter, Kuppenheim

Bericht und Fotos Miriam Jans

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