Viele kennen es. Das wohl umstrittenste, gefährlichste und gleichzeitig wohl älteste Motorradrennen der Welt: die Tourist Trophy. Seit 1907 findet es auf der Isle of Man statt. Seit 1911 sind dabei 259 Rennfahrer auf dem Straßenkurs ums Leben gekommen (Stand Juni 2019). Eine Woche dauert das Spektakel, zu dem jährlich über 40.000 Rennsportfans anreisen, was in etwa der Hälfte der Bewohner der Insel entspricht. Die Trainings und die Rennen werden auf den normalen Straßen ausgetragen, während diese für den Normalverkehr gesperrt sind. Somit gibt es keinen klassischen Rundkurs, sondern eine Fahrt über die zum Teil abgesperrte Insellandschaft, die den Fahrern einiges abverlangt. Fast jedes Jahr kommt es zu tödlichen Unfällen, da Sturzräume und Auffangbereiche wenig bis gar nicht vorhanden sind. Alleine von 2000-2013 wurden 21 Todesfälle registriert. Vielleicht ist gerade deswegen diese Veranstaltung für viele Fans so besonders, weil sie unberechenbar und immer extrem spannend ist.

Leider kommt in diesem Jahr alles anders. Wegen der weiterhin grassierenden Corona-Pandemie sah sich die Regierung der Isle of Man dazu gezwungen, das Straßenrennen abzusagen. Nach reiflicher Überlegung und Versuchen, es doch noch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, waren sich alle Beteiligten jedoch einig, dass es trotz Fortschritte in Bezug auf das weltweite Impfprogramm unverantwortlich wäre, zehntausende Zuschauer am Straßenrand zu begrüßen. Die Veranstalter setzen nun alle Hoffnung in 2022 und wünschen sich, dass bis dahin nochmal Normalität einkehrt und das traditionelle Rennen wieder stattfinden kann. Never ride alone!

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